Wenn Sie einen dieser vier Schritte überspringen, lässt sich das Gerät zwar trotzdem einschalten und zeigt auch Daten an. Es handelt sich dabei jedoch nicht um Daten, auf die Sie sich verlassen können.
Die meisten neuen Besitzer überspringen diesen Abschnitt, um direkt zu den Tasten zu gelangen. Dabei ist dies genau der Teil, der darüber entscheidet, ob Sie überhaupt etwas erfassen. Das 13-Kanal-Layout: Der Hauptbildschirm zeigt 13 Kanäle gleichzeitig an: 1 Breitbandkanal (0–14 GHz), bis zu 10 Mobilfunkbänder (die genaue Anzahl hängt von Ihrer Regions-Einstellung ab) und 2 dedizierte WLAN-/Bluetooth-Kanäle (2,4 GHz und 5 GHz). Jeder Kanal verfügt über ein eigenes vertikales Balkendiagramm mit 20 Elementen; je mehr Balken leuchten, desto stärker ist das Signal – dies ist Ihr erster und schnellster Anhaltspunkt, wenn Sie versuchen, sich einer Signalquelle anzunähern. „Livescan" ist die Kurve, die die meisten Käufer ignorieren. Am unteren Rand des Haupt- bzw. geteilten Bildschirms läuft etwa alle 1 bis 2 Sekunden eine blaue Kurve ab, die die Amplitude dessen darstellt, was der Breitbandkanal gerade empfängt. Nichts anderes auf dem Display gibt Ihnen mehr Aufschluss, denn die Form der Kurve identifiziert bereits, um welche Art von Gerät es sich handelt, noch bevor Sie irgendetwas anderes unternommen haben:
Geteilter Bildschirm: Drücken Sie MAIN-SPLIT, um die Anzeige zu teilen: Live-Signale auf der linken Seite, das Ereignisprotokoll auf der rechten Seite – beide werden in Echtzeit aktualisiert. Dies ist nützlich, wenn Sie das Gerät in einem Raum laufen lassen und regelmäßig nachsehen möchten, anstatt die ganze Zeit auf eine Ansicht zu starren.
Breitband + weltweite Mobilfunk-Erkennung: Dies ist das Herzstück des Geräts: ein echter 0–14-GHz-Sweep (die Frequenz des erkannten Signals wird bis zu 6 GHz angezeigt), der parallel zu den regional angepassten 2G/3G/4G/5G-Mobilfunkbändern läuft. In der Praxis werden so versteckte Handys, die als Wanzen eingesetzt werden, GSM-basierte Abhörgeräte sowie GPS- oder Fahrzeugortungsgeräte, die Mobilfunknetze nutzen, aufgespürt. Der Breitband-Sweep allein erfasst zudem alles, was vollständig außerhalb dieses Spektrums liegt: analoge Wanzen, proprietäre HF-Signale und nicht-mobilfunkbasierte Videosender.
WLAN-Netzwerkanalysator: Drücken Sie „WIFI", um eine Live-Liste aller WLAN-Zugangspunkte und -Clients in Reichweite zu erstellen: MAC-Adresse, Hersteller (sofern verfügbar), AP- oder Client-Typ, SSID (sofern gesendet), Band und Paketanzahl. Mit den sechs Tasten am unteren Rand können Sie die Liste löschen, nur nach Zugangspunkten filtern, nach allen Geräten filtern, nur nach Clients filtern (Smartphones, Laptops, Drucker) sowie nach Zeit, Paketanzahl oder Signalstärke sortieren. Was Sie tatsächlich suchen, ist ein Zugangspunkt ohne gesendete SSID, ohne erkennbaren Hersteller und ohne offensichtlichen geschäftlichen Grund für seine Anwesenheit. Diese Kombination, insbesondere bei starker Signalstärke in der Nähe eines Besprechungsraums oder eines Chefbüros, ist das Profil einer verdeckten WLAN-Kamera oder eines Access Points, der speziell zum Abzug von Daten oder zum Streamen von Videos eingerichtet wurde – und nicht das eines legitimen Netzwerks, das dem IT-Team des Gebäudes bereits bekannt ist.
Bluetooth-Geräteanalysator: Drücken Sie auf „BLUETOOTH", um Geräte in der Nähe mit MAC-Adresse, Hersteller, Signalstärke in dBm und Paketanzahl aufzulisten. Ein wichtiges Detail zur Funktionsweise, das im Datenblatt nicht ausdrücklich erwähnt wird, ist, dass dieser Analysator moderne Bluetooth Low Energy (BLE)-Geräte wie Smartphones, Tablets, BLE-Kopfhörer und Fitness-Tracker erfasst, ältere Geräte der Bluetooth-Classic-Generation jedoch möglicherweise vollständig übersieht. Wenn Sie nach einem älteren, verdeckten Abhörgerät suchen, das auf Classic Bluetooth basiert, kann dieser Modus allein dessen Abwesenheit nicht bestätigen. Führen Sie daher unbedingt einen Abgleich mit den Breitband- und Mobilfunkkanälen durch, die von dieser Einschränkung nicht betroffen sind.
Richtungssuche: Schließen Sie die LPA-14-Richtantenne an den Anschluss an, der dem Band entspricht, das Sie isolieren möchten. Drücken Sie DIRECTION FIND, warten Sie auf die Kalibrierungsaufforderung auf dem Bildschirm und wählen Sie dann das Band mit den Tasten UP/DOWN aus der Liste aus.
Live-Diagramm vs. Protokoll-Diagramm: Das Live-Diagramm stellt alle erkannten Ereignisse pro Frequenzband über einen gleitenden Zeitraum von 12 Minuten in Echtzeit dar. Verwenden Sie es, wenn Sie vor Ort sind und die Entwicklung der Aktivität in Echtzeit verfolgen möchten. Das Protokoll-Diagramm bietet Ihnen ein 60-minütiges Zeitfenster, durch das Sie mit den Tasten „LEFT" und „RIGHT" scrollen können. Verwenden Sie ihn, nachdem Sie das Gerät zur unbeaufsichtigten Überwachung eines Raums zurückgelassen haben, um nachzusehen, was während Ihrer Abwesenheit passiert ist. Ein Hinweis des Herstellers: Wenn in einem bestimmten 60-Minuten-Fenster nichts erkannt wurde, wird für diesen Zeitraum kein Log-Graph gespeichert; interpretieren Sie ein fehlendes Diagramm daher nicht als Fehler.
Empfindlichkeit: Über die Taste „SENSITIVITY" stehen fünf Empfindlichkeitsstufen zur Verfügung (Einstellung mit „UP"/„DOWN"; die Einstellung blinkt kurz rot auf dem Bildschirm, wenn sie geändert wird). Beachten Sie, dass bei Empfindlichkeitsstufe 4 oder 5 in der Nähe eines starken Signals durch Gleichkanalstörungen dieses Signal auch auf einem benachbarten Band oder einer Oberwelle erscheinen kann. Beginnen Sie in der Praxis mit einer niedrigeren Stufe, überprüfen Sie die Anzeige und erhöhen Sie die Empfindlichkeit erst dann, wenn Sie bewusst versuchen, die Reichweite zu vergrößern. Dies sollte niemals Ihre Standardeinstellung sein.
Reduzieren Sie das Rauschen mit der Bandauswahl. Über „EINSTELLUNGEN → Bänder auswählen" können Sie Bänder deaktivieren, die Sie bei einem bestimmten Durchlauf nicht überwachen müssen (z. B. ein selten genutztes regionales Band). Deaktivierte Bänder werden auf dem Hauptbildschirm unterhalb ihres Balkens mit „AUS" angezeigt. Weniger irrelevante Bänder im Protokoll bedeuten ein übersichtlicheres Ereignisprotokoll und weniger falsche Fährten, denen Sie später nachgehen müssen.
Der Audio-„Tap-Test" bestätigt, dass das Mikrofon aktiv ist. Drücke auf „VOLUME", um die Audiodemodulation aller auf dem Breitbandkanal erkannten Signale über den internen Lautsprecher oder Kopfhörer zu aktivieren. Digitale Signale kommen oft als Klicks oder Summen durch; manche analogen Abhörgeräte lassen sich als erkennbares Audiosignal demodulieren. Sprechen Sie nahe an das verdächtige Gerät heran oder klopfen Sie leicht gegen dessen Gehäuse. Wenn Sie Ihre eigene Stimme oder das Klopfen über den Audioausgang des WAM-X25 hören, bestätigt dies, dass das Gerät ein aktives Mikrofon enthält.
„Beep and Vibrate" ermöglicht die Überwachung, ohne auf den Bildschirm zu schauen. Mit „BEEP" schalten Sie einen akustischen Ton ein, dessen Frequenz mit der erkannten Signalstärke zunimmt, sodass Sie eine Quelle verfolgen können, ohne auf das Display zu starren. In Situationen, in denen Sie nicht riskieren können, beim Betrachten des Bildschirms gesehen zu werden, wechseln Sie stattdessen in den Vibrationsmodus (EINSTELLUNGEN → Vibration), um dieselbe Rückmeldung geräuschlos zu erhalten.
Protokollverwaltung: Das Ereignisprotokoll fasst maximal 10.000 Ereignisse (nummeriert von 0000 bis 9999). Das Gerät warnt Sie, wenn es voll ist, setzt die Überwachung der Live-Aktivitäten jedoch trotzdem fort. Behandeln Sie ein volles Protokoll als etwas, das sofort bearbeitet werden muss, und nicht als etwas, das Sie auf später verschieben können. Laden Sie die Daten vor dem Löschen auf den mitgelieferten USB-Stick herunter (rufen Sie den entsprechenden Bildschirm auf → stecken Sie den USB-Stick ein → warten Sie, bis die Meldung „USB-DOWNLOAD, NICHT TRENNEN!" verschwindet), insbesondere wenn das Protokoll für einen Kundenbericht oder eine sonstige Dokumentation vorgesehen ist. Verwenden Sie einen USB-Stick, auf dem nichts anderes gespeichert ist, und schließen Sie niemals etwas anderes als einen USB-Stick an diesen Anschluss an, da der Port ausschließlich für die Datenübertragung vorgesehen ist.
Situation: Ein Sicherheitsteam eines Unternehmens hat 20 Minuten Zeit, bevor eine vertrauliche Vorstandssitzung beginnt.
Aufbau: Das Sicherheitsteam einer auf Geschäftsreise befindlichen Führungskraft durchkämmt vor dem Einchecken eine Hotelsuite.
Aufbau: Überprüfung eines Firmen- oder Privatfahrzeugs auf ein unbefugtes Ortungsgerät.
Einrichtung: Ein Sicherheitsdienst führt wöchentliche Routinechecks bei einem Unternehmenskunden durch und muss jedes Mal ein dokumentiertes Ergebnis vorlegen.
Das WAM-X25 wird in Großbritannien von JJN Digital nach professionellen TSCM-Spezifikationen hergestellt, und jedes über SpyShopEurope verkaufte Gerät verfügt über eine 24-monatige Garantie sowie umfassenden Support durch unser Team. Beling d.o.o. ist seit 1990 als Distributor für Abhörschutz tätig; Angebote für staatliche Ausschreibungen und schulungsorientierte Unterstützung sind direkt hier erhältlich.